9.10.-6.11.2019, GESELLSCHAFT - eine Ausstellung mit Naturantypien von Maximilian Prüfer im Rahmen der artionale 2019.

9.10.-6.11.2019, GESELLSCHAFT - eine Ausstellung mit Naturantypien von Maximilian Prüfer im Rahmen der artionale 2019.

 

Im Rahmen der "artionale 2019" laden wir Sie herzlich zur Ausstellung GESELLSCHAFT in die Lutherkirche ein. Gezeigt werden Naturantypien von Maximilian Prüfer. Die Ausstellung dauert von Mittwoch dem 9.10.2019 bis zum Mittwoch den 6.11.2019 täglich von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr. Die Ausstellungseröffnung mit besonderem Begleitprogramm und Mitwirkung des Künstlers ist am Sonntag den 13.10.2019 ab 11.15 Uhr. Sie sind aber auch schon herzlich zum Gottesdienst um 10.00 Uhr willkommen, der thematisch und musikalisch auf die Vernissage abgestimmt sein wird.

Die Kuratorin der artionale, Frau Benita Meißner, schreibt zu der Ausstellung in Luther:

In regelmäßigen Abständen veranstaltet die Evangelische Kirche in der Region München die “artionale“ und öffnet vier Wochen lang den Kirchenraum für Neue Musik und Zeitgenössische Kunst. In diesem Jahr findet die artionale vom 9. Oktober bis zum 6. November unter dem Titel ”Resonanzen“ statt. Die kuratierte Intervention lädt ein zu einem neuen Dialog zwischen Kirche, persönlichem Glauben und aktueller Kunst.

Für die Lutherkirche konnte der Künstler Moritz Maximilian Prüfer (geb. 1986 in Weilheim) gewonnen werden, der durch seine Werke Natur sichtbar macht, wie wir sie selbst nie erleben könnten. Durch ein eigens entwickeltes Verfahren, der “Naturantypie“, gelingt es dem Künstler kleinste Bewegungen von Insekten oder Regentropfen in hochästhetische Kunstwerke zu übersetzen und komplexe Zusammenhänge visuell verständlich zu machen. Sein Blick richtet sich dabei auf philosophische Fragestellungen und Analogien zum menschlichen Verhalten in der Welt.

Etymologisch betrachtet sind die Begriffe “Natur“ und “Kultur“ ein Gegensatzpaar. Natur bezeichnet wildes, menschenunabhängiges Wachstum, zufällige und scheinbar nicht planbare Bewegungen innerhalb der Welt. Kultur und damit die bildende Kunst ist hingegen das Ergebnis menschlicher Anstrengungen, der Versuch, das Chaos zu bündeln, zu strukturieren und begreifbar zu machen.

Im Kirchenraum ist eine neunteilige Serie aus der Reihe der Naturantypien zu sehen. Die sensible schwarze Oberfläche des Druckgrunds macht es möglich feinste weiße Bewegungslinien der Ameisen zu konservieren und zu lesen die während einer Zeit von drei Stunden entstanden sind.

Die Spuren der 9 Ameisen in einem zylindrischen Gefäß machen Rückschlüsse auf das Verhalten dieser eusozialen Insekten möglich. Ameisen, die generell als Kollektiv wahrgenommen werden, werden hier individuell dargestellt.